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Kostenlos · Vorlage · 60 Minuten

Die Kundenreise-Karte

Zeichnen Sie auf einer Seite nach, wie ein Kunde Sie findet, anfragt, kauft und weiterempfiehlt. Und sehen Sie, wo er heute verloren geht.

STARK · Vorlage Die Kundenreise-Karte
  • ✓ Neun Phasen der Kundenreise
  • ✓ Leere Vorlage als Tabelle
  • ✓ Ausgefülltes Beispiel aus dem Handwerk
  • ✓ Leitfragen für jede Phase

Was drin ist

  • Neun Phasen der Kundenreise
  • Leere Vorlage als Tabelle
  • Ausgefülltes Beispiel aus dem Handwerk
  • Leitfragen für jede Phase
  • Auswertung: die drei größten Lücken

Eine Kundenreise-Karte zeigt auf einer Seite, welche Schritte ein Kunde von der ersten Idee bis zur Empfehlung durchläuft und wo er dabei mit Ihrem Betrieb in Kontakt kommt. Der Nutzen liegt in den Lücken: Stellen, an denen niemand zuständig ist, der Kunde warten muss oder nichts von Ihnen hört. Wer diese Lücken schließt, gewinnt oft mehr Aufträge als mit zusätzlicher Werbung.

So nutzen Sie die Vorlage

  1. Wählen Sie eine Kundengruppe, zum Beispiel Privatkunden mit Sanierungswunsch oder Hausverwaltungen. Eine Karte pro Gruppe.
  2. Nehmen Sie sich 60 Minuten, idealerweise mit einer Person aus dem Büro und einer aus der Ausführung.
  3. Gehen Sie die neun Phasen der Reihe nach durch und füllen Sie die Spalten mit dem aus, was heute tatsächlich passiert, nicht mit dem, was passieren sollte.
  4. Markieren Sie in der Spalte „Lücke“ alles, was Sie stört, auch Kleinigkeiten.
  5. Wählen Sie am Ende drei Lücken aus und tragen Sie für jede eine Maßnahme, eine verantwortliche Person und ein Datum ein.
  6. Schauen Sie sich die Karte nach drei Monaten erneut an.

Die neun Phasen

  1. Auslöser: Etwas passiert beim Kunden, das ihn handeln lässt.
  2. Suche: Er sucht nach Lösungen oder Anbietern.
  3. Vergleich: Er schaut sich mehrere Betriebe an.
  4. Anfrage: Er nimmt Kontakt auf.
  5. Angebot: Er bekommt eine Einschätzung und einen Preis.
  6. Entscheidung: Er wägt ab und sagt zu oder ab.
  7. Ausführung: Sie erbringen die Leistung.
  8. Abschluss: Abnahme, Rechnung, Übergabe.
  9. Danach: Nachbetreuung, Bewertung, Empfehlung, Folgeauftrag.

Die Vorlage

PhaseWas denkt oder fragt der Kunde?Wo trifft er auf uns?Was tun wir heute?LückeMaßnahmeWer, bis wann
1. Auslöser
2. Suche
3. Vergleich
4. Anfrage
5. Angebot
6. Entscheidung
7. Ausführung
8. Abschluss
9. Danach

Beispiel: Malerbetrieb, Privatkunden

Ein ausgedachtes Beispiel, wie eine ausgefüllte Karte aussehen kann.

PhaseWas denkt der Kunde?KontaktpunktHeuteLücke
Auslöser„Die Wohnung soll vor dem Einzug gestrichen werden.“keinernichtskein Bezug zu uns
Suche„Maler in meiner Nähe“Google, NachbarnGoogle-Profil mit wenigen FotosProfil lückenhaft
Vergleich„Sind die zuverlässig?“Bewertungen, WebsiteWebsite ohne Preisrahmenkeine Orientierung zum Preis
Anfrage„Wann meldet sich jemand?“Telefon, FormularRückruf, wenn Zeit istkeine feste Reaktionszeit
Angebot„Was kostet das ungefähr?“Vor-Ort-Termin, PDFAngebot nach ein bis zwei Wochenlange Wartezeit
Entscheidung„Lohnt sich das?“Mailkein NachfassenAngebot versandet
Ausführung„Wird es sauber?“Team vor Ortgute Arbeitkeine Info am Vortag
Abschluss„Passt alles?“AbnahmeRechnung per Postkeine gemeinsame Abnahme
Danach„Wen empfehle ich?“keinernichtskeine Bitte um Bewertung

Aus diesem Beispiel ergäben sich drei naheliegende Maßnahmen: eine feste Rückrufzeit innerhalb eines Werktags, eine Nachfass-Sequenz nach dem Angebot und eine Bewertungsbitte bei der Abnahme.

Leitfragen für jede Phase

  • Auslöser: Welche Ereignisse bringen Kunden typischerweise dazu, jemanden wie uns zu suchen?
  • Suche: Mit welchen Worten sucht der Kunde? Finden wir uns selbst, wenn wir so suchen?
  • Vergleich: Was sieht der Kunde bei uns, was bei den anderen? Woran erkennt er, dass wir passen?
  • Anfrage: Wie schnell reagieren wir? Wer ist zuständig, wenn die Person im Büro fehlt?
  • Angebot: Wie lange dauert es vom ersten Kontakt bis zum Angebot? Ist es verständlich ohne Erklärung?
  • Entscheidung: Was hört der Kunde von uns, während er überlegt?
  • Ausführung: Weiß der Kunde, wer kommt, wann und was er vorbereiten soll?
  • Abschluss: Gibt es eine gemeinsame Abnahme? Kommt die Rechnung zeitnah und ohne Überraschung?
  • Danach: Bitten wir um eine Bewertung? Melden wir uns, wenn eine Wartung oder Folgearbeit fällig ist?

Aus der Praxis

In unseren Projekten mit Handwerksbetrieben, Praxen und Kanzleien sehen wir häufig dasselbe Muster: Die Leistung selbst ist gut, die Lücken liegen davor und danach. Besonders oft hakt es an drei Stellen. Anfragen bleiben liegen, weil niemand fest zuständig ist. Angebote gehen raus, und danach passiert nichts mehr. Und nach einem zufriedenen Abschluss fragt niemand nach einer Bewertung oder Empfehlung.

Ein zweites Muster: Die Karte, die der Inhaber allein ausfüllt, sieht besser aus als die Wirklichkeit. Holen Sie deshalb die Menschen dazu, die täglich mit Kunden sprechen. Sie kennen die Stellen, an denen es hakt.

Die meisten Aufträge gehen nicht an der Leistung verloren, sondern auf dem Weg dorthin.

Nächster Schritt

Wenn die größte Lücke nach dem Angebot liegt, nutzen Sie die Nachfass-Sequenz. Wie Sie aus der Karte einen durchgehenden Weg von der Suche bis zum Auftrag bauen, beschreibt der Artikel Ein Anfrage-Trichter, der zu einem kleinen Betrieb passt.

Nächster Schritt

Vorlagen sind der Anfang. Systeme sind das Ziel.

Im Strategiegespräch schauen wir, welche Vorlagen in Ihrem Betrieb den größten Unterschied machen, und wie Sie sie einführen, ohne dass alles an Ihnen hängt.

Joshua ist heute erreichbar.Kurzes Strategiegespräch? Termine ab morgen frei.