Was drin ist
- Kalender-Tabelle mit acht Spalten zum Übernehmen
- Ausgefülltes Beispiel für vier Wochen
- Quartalsplan mit Themenschwerpunkten
- Regeln für Puffer, Urlaub und Ausfälle
- Monatliche Rückschau in fünf Fragen
Ein Content-Kalender ist eine einfache Tabelle, in der steht, was wann auf welchem Kanal erscheint und wer es vorbereitet. Für einen kleinen Betrieb reichen acht Spalten, ein fester Wochenrhythmus und ein Vorrat von drei fertigen Beiträgen für Wochen, in denen nichts geht. Die Vorlage unten können Sie in Excel, Google Tabellen, Notion oder auf Papier übernehmen.
So nutzen Sie die Vorlage
- Entscheiden Sie, auf welchen Kanälen Sie sichtbar sein wollen. Für die meisten Betriebe sind es ein bis zwei: etwa LinkedIn und das Google-Unternehmensprofil, oder Instagram und die Website.
- Legen Sie fest, wie oft Sie veröffentlichen. Lieber ein Beitrag pro Woche, der wirklich kommt, als drei, die nach vier Wochen ausbleiben.
- Planen Sie ein Quartal mit drei Themenschwerpunkten, einem pro Monat.
- Tragen Sie für die nächsten vier Wochen konkrete Beiträge in die Tabelle ein.
- Blocken Sie sich eine feste Stunde pro Woche zum Schreiben und Vorbereiten, am besten immer zur selben Zeit.
- Schauen Sie am Monatsende mit den fünf Fragen der Rückschau auf den Kalender.
Die Kalender-Tabelle
Übernehmen Sie diese Spalten eins zu eins. Mehr Spalten machen den Kalender nicht besser, nur schwerer zu pflegen.
| Datum | Kanal | Format | Thema / Arbeitstitel | Kernaussage in einem Satz | Material | Zuständig | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Idee / Entwurf / fertig / online |
Erläuterung der Spalten
- Format: Kundenfrage, Einblick, Anleitung, Standpunkt, Teamvorstellung, Video, Projektbericht.
- Kernaussage: Wenn Sie den Beitrag nicht in einem Satz beschreiben können, ist er noch nicht reif.
- Material: Foto, Video, Zitat, Dokument. Hier steht, was fehlt, bevor geschrieben werden kann.
- Zuständig: Wer vorbereitet, wer freigibt. Bei kleinen Teams oft dieselbe Person, aber es sollte trotzdem dastehen.
- Status: Vier Stufen reichen. Alles, was länger als zwei Wochen auf „Entwurf“ steht, wird entweder fertig gemacht oder gestrichen.
Beispiel: vier Wochen für einen Handwerksbetrieb
Das folgende Beispiel ist erfunden und zeigt, wie ein ausgefüllter Monat aussehen kann. Schwerpunkt des Monats: Badsanierung.
| Woche | Kanal | Format | Thema | Kernaussage | Material |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Kundenfrage | „Wie lange dauert ein Bad?“ | Die Dauer hängt an der Planung, weniger an der Baustelle. | Foto Planungstermin | |
| 1 | Google-Profil | Projektbild | Fertiges Bad in Weinheim | Vorher-nachher mit Zustimmung des Kunden. | 2 Fotos |
| 2 | Einblick | Unsere Checkliste vor dem ersten Termin | Was wir vor Ort prüfen und warum. | Foto Checkliste | |
| 3 | Standpunkt | Warum wir keine Pauschalpreise am Telefon nennen | Ein seriöser Preis braucht einen Termin vor Ort. | kein Bild nötig | |
| 3 | Google-Profil | Beitrag | Freie Termine für Beratung im nächsten Monat | Kurzer Hinweis mit Terminlink. | Teamfoto |
| 4 | Teamvorstellung | Unser Fliesenleger | Ein Satz von ihm über gute Arbeit. | Porträtfoto |
Der Quartalsplan
Bevor Sie Wochen planen, legen Sie das Quartal fest. Das dauert zwanzig Minuten und erspart die Frage „Was poste ich diese Woche?“.
| Monat | Schwerpunkt | Warum jetzt | Wichtigste Kundenfrage dazu | Angebot, auf das Sie hinweisen |
|---|---|---|---|---|
| Monat 1 | ||||
| Monat 2 | ||||
| Monat 3 |
Gute Schwerpunkte orientieren sich an der Saison Ihrer Kunden. Eine Steuerkanzlei hat andere Hochphasen als ein Garten- und Landschaftsbauer, eine Physiotherapie-Praxis andere als ein IT-Dienstleister. Schreiben Sie über das, was Ihre Kunden in genau diesen Wochen beschäftigt.
Regeln für volle Wochen
- Der Vorrat: Halten Sie immer drei fertige Beiträge bereit, die zu keinem Datum gehören. Kundenfragen und Anleitungen eignen sich dafür am besten.
- Die Ersatzregel: Fällt ein Beitrag aus, rückt ein Vorratsbeitrag nach. Der Kalender wird nicht umgeplant.
- Urlaub: Schreiben Sie in der Woche davor doppelt oder planen Sie die Pause bewusst ein. Eine angekündigte Pause wirkt besser als stilles Verschwinden.
- Freigaben: Wenn Mitarbeitende oder Kunden vorkommen, holen Sie die Zustimmung ein, bevor der Beitrag im Kalender auf „fertig“ steht.
Monatliche Rückschau in fünf Fragen
- Wie viele der geplanten Beiträge sind erschienen?
- Welcher Beitrag hat zu einem Gespräch, einer Nachricht oder einer Anfrage geführt?
- Welches Format fiel uns am leichtesten, welches am schwersten?
- Welche Kundenfragen kamen diesen Monat neu dazu?
- Was lassen wir im nächsten Monat weg?
Reichweite zählen Sie dabei nicht. Für einen kleinen Betrieb ist aussagekräftiger, ob sich die richtigen Menschen melden.
Typische Fehler
Ein häufiges Muster: Der Kalender wird am Jahresanfang für zwölf Monate gefüllt und ist im März veraltet. Planen Sie grob ein Quartal und genau vier Wochen. Ein zweites Muster ist der Kalender, den nur eine Person kennt. Legen Sie ihn dort ab, wo das Team ohnehin arbeitet, damit Fotos und Themen aus dem Alltag hineinfinden. Und schließlich: zu viele Kanäle. Wer auf fünf Plattformen halbherzig postet, wird auf keiner wahrgenommen.
Nächster Schritt
Wenn Ihnen die Themen ausgehen, hilft die Themen-Maschine. Wie Sie aus einem einzigen Thema mehrere Wochen füllen, zeigt der Content-Wasserfall. Den größeren Rahmen dazu beschreibt der Artikel Content-Strategie für Betriebe, die wenig Zeit haben.